2020

 

Eine Pandemie versklavt die Welt

 

Gedanken zur Seuche durch Covid 19

 

Ein kleiner Virus auf dem Weg durch alle Schichten der Menschheit.

Man sieht ihn nicht, man hört ihn nicht. Nichts kann man riechen und auch nicht spüren. Plötzlich ist er da, der Feind in unserem Körper.

Ein Siegeszug, vor dem sich auch die Mächtigsten der Erde verneigen müssen. 

 

Nicht Tiere sind es, die er angreift. Er greift mit mächtigen Klauen nach den Menschen. Zeigt, wie unzulänglich das ständige Streben nach Macht, nach immer weiter und immer mehr sein kann. Der Gier des Profites macht er den Garaus. Mit einem Handstreich fegt er jegliches Kalkül beiseite.  Nicht Geld und Gewinne sind das Maß aller Dinge, wenn Ressourcen und Vorräte aufgebraucht sind. Wenn Dinge des täglichen Lebens plötzlich verschwinden.  Wenn nötiges Material in Fabriken und Firmen fehlt, so dass Produktionen eingestellt werden müssen.

Keine Hautfarbe, keine Rasse, keine Religion zählt, nur Ungewissheit und Angst.  Sie sind der Motor, der uns treibt, am Arbeitsplatz, bei der Sorge um die Familie, dem Bangen um die Gesundheit.

Unaufhaltsam greift Covid 19 um sich. „Nur“ ein Grippevirus, doch beängstigend stark.

 

Ein unsichtbarer Stolperstein auf dem Weg, die Menschen in die Knie zu zwingen.  Sie zu entschleunigen und zurückzuholen auf einen Level der Menschlichkeit, des Zusammenwirkens und der Gemeinsamkeit.  Ein Krake mit zischtausendfachen Tentakeln, die nach allem greifen, was sie erreichen können.

 

Das öffentliche Leben kommt zum Erliegen, zu einem Nichts verdammt. Globaler Stillstand.

Geisterspiele in den Stadien, Feiern und Versammlungen abgesagt. Kindergärten, Schulen geschlossen. Familien unter Hausarrest und freiwilliger Quarantäne. Versteckt hinter Masken, soziale Kontakte gestoppt. Krankenhausbesuche eingeschränkt. Einsam die Alten und Kranken. Öffentliche Einrichtungen isoliert. Ärzte und Pflegepersonal steril verpackt. Körperliche Nähe untersagt, Berührungen verpönt. Tägliche Meldungen von immer neuen, immer mehr Infizierten, Kranken, Toten zeigen uns unsere Grenzen.

 

Wollen wir zusammenhalten, müssen wir auf Abstand gehen.

Supermärkte leergeräumt, Geschäfte geschlossen und Arbeitsplätze in Gefahr.  Nachschub aufgebraucht. Ganze Wirtschaftszweige im Zwangsruhestand. Ein- und Ausreiseverbote zwischen den Ländern verhängt. Die Europäische Ländergemeinschaft bröckelt, verfällt mehr und mehr. Jedes Land stellt eigene Regeln auf. Durch Schließen der Grenzen versucht man sich zu schützen. Schotten dicht auf dem Dampfer „Europa“.

 

Ein nie dagewesenes Szenario spielt sich nicht mehr nur in den Köpfen ab. Es ist real, lässt uns erzittern.

Die Menschen in Angst um Leben und Existenz. Die Medizin an ihren Grenzen, die Forschung ratlos.  Bei allem Fortschritt, es braucht seine Zeit, wirksame Medikamente zu entwickeln.

 

Die Zukunft ungewiss. Wie lange wird es dauern Monate; Jahre, immer wiederkehrend? Wann hat es ein Ende oder entwickelt es sich zu einem Endlosknoten.

 

Was kann man tun gegen einen Feind, der nicht greifbar ist, der es vermag Dörfer, Städte, Länder ja sogar Kontinente lahmzulegen und zu unterjochen?

Die Antwort kennt nur der unsichtbare Feind. Dass er da ist, lässt er uns spüren. Mal milde, mal schwer und manchmal auch tödlich. Wir sind ausgeliefert und können nichts dagegen tun.  Kein Küsschen hier, kein Küsschen da. Kein Knuddeln und mit Handschlag begrüßen. Kein freudiges in die Arme werfen der Kleinen bei den Großeltern.  Nur die geistige Nähe unterliegt keiner Zensur.  Soziale Medien haben Hochkonjunktur, solange das Netz es aushält.

 

Wir wollen frei miteinander leben und müssen uns einigeln. Müssen die Geisel ertragen, die uns niederzwingt. In Hilflosigkeit ertrunken, spielen wir auf Zeit, das Einzige, was uns bleibt und die Hoffnung, dass Virologen ein Gegenmittel finden oder der Virus sich totläuft, sich selbst vernichtet und vom eigenen Ursprung aufgefressen wird.

 

Die Optimisten hoffen, die Pessimisten verzagen und die Gläubigen fürchten Gottes neue Plagen.

 

     Noch vorrätig!!

 

Ein kleines Buch der Erinnerung

 

    Da war einmal ein     Walnussbaum

 

       Erzählung über das Leben im   

         Brunnendorf Niederselters                    

    im Zeitraum der 60er, 70er Jahre

 

 u n d

 

 "Federleicht"

 

 Gedanken und Gedichte

 

für den kleinen Lesehunger zwischendurch

als nettes Mitbringsel

statt Blumen 

mit Worten, die nicht verwelken

 

 

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Evelynschuetz@online.de

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Bücher + Papier Erhard Linz - www.linz-selters.de

Erzählung                      Federleicht

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Preis: 7,50 €                       Preis: 6,50 €

 

Silvester

 

Der letzte Tag im Jahr

wohl bekannt, plötzlich da

schnell noch alles aufgeräumt

erledigt, was bisher versäumt

Schuhe geputzt, Wohnung rein

Glanz und Ordnung müssen sein

Fenster gewienert, alles strahlt

offene Rechnungen bezahlt

 

Sekt steht kalt, Wasser, Wein

ein kleiner Imbiss obendrein

alles, was verpflichtet,

ist erledigt und gerichtet

beste Wünsche sind verteilt

im Rückblick kurze Zeit verweilt

gute Vorsätze genommen

fertig - das neue Jahr kann kommen.

 

© E. Schütz 31.12.2018

 

Mein Sommersprossenprinz

 

Marlin entdeckt die Welt

 

Alltagsgeschichten, Erlebnisse und Abenteuer mit Oma

 

Appell an alle Hundehalter und Freunde

geliebter Vierbeiner

 

von Evelyn Schütz

 

Vorwort:

 

Soll man mit Gesetzen winken,

über Hinterlassenschaften, die uns stinken,

über große oder kleine Haufen,

in die Große und auch Kleine laufen,

oder Hunde, losgelassen von der Lein,

die Ängste schüren oder Pein,

auch wenn das Herrchen gern verspricht:

„Keine Angst, mein Hund beißt nicht“?

 

Es sollen die ein Lob erfahren,

die uns das Ärgernis ersparen,

und immer, ob Abend oder Morgen,

den Hundekot auch gut entsorgen,

die sich um Tier und Mensch bemühen

und ihren Liebling gut erziehen

die mit Verstand und Herzen walten

und sich auch an Gesetze halten.

 

Ein kleines Gedicht:

 

Appell an Hundefreunde

 

Auch ein kleiner Hund hat Zähne

und die trägt er im Gesicht,

was er hat und welche Pläne

weiß Herrchen und auch Frauchen nicht.

 

Hat er Angst, geht es ihm gut

fühlt er sich wohl in seiner Haut

will er spielen, hat er Wut

nicht jedem Menschen er vertraut.

 

Will er Menschen lieber meiden,

ist er heut kein Schmusetier

kann er alle Leute leiden

fühlt er gestört sich im Revier.

 

Es gibt Menschen, die befangen,

keiner kann etwas dafür,

in ihrer Angst vor Hunden bangen

doch diese Angst riecht jedes Tier.

 

Greift vielleicht auch deshalb an,

ist ganz plötzlich nicht mehr zahm

weil es den Mensch „nicht riechen“ kann

ein Tier ist schnell, der Mensch ist lahm.

 

Darum liebe Hundefreunde

zeigt dem Menschen und dem Tier

mein Hund läuft mit mir an der Leine,

denn dieser Hund gehört zu mir.

 

Wenn Einer mehr jetzt so verfährt

war es mein Gedichtchen wert.

Viele gehen schon voran

Schließen Sie sich einfach an!

 

Juni 2017

 

 

Bekannte Vögel

 

Es gibt so manchen Vogel,

den fast jeder kennt,

der eine, der steht stille,

der andere, der rennt.

 

 

Lesung in Laubuseschbach

13. Januar 2016

Ein schöner Nachmittag in Laubuseschbach

 

Am 13. Januar 2016 trafen sich rd. 40 Frauen mit fleißigen Helferinnen und Helfern der ev. Frauengemeinschaft im Gemeindehaus in Laubuseschbach, um in gemütlicher Runde ein paar schöne Stunden zu verbringen.  An alles war gedacht. Für die geistlichen Werte gab es eine kleine Andacht mit Frau Konstanze Budruss und musikalischem Segen.

Für das leibliche Wohl wurden kleine Häppchen, herzhaftes Gebäck und Nachtisch mit allerlei Nussvariationen gereicht. Anschließend verstand es die Köchin Heidi Mather, einen kleinen Einblick in die Welt der Nüsse zu geben und so manche der Frauen erfuhr Neues über diese "Kraftpakete der Natur".

Den poetischen Part durfte ich übernehmen und so zum geistigen Genuss beitragen.  In zwei Abschnitten fand ich Gehör für kleinere und größere Gedichte aus meinem Gedichtbuch "Federleicht". Dabei konnte ich einen kleinen Einblick geben, was ein Gedicht sein kann, wie es entsteht und dass es viele Arten von "Gedicht"  gibt.

Die Anwesenden waren sichtlich erfreut über das Dargebotene. Die Zeit verging wie im Fluge und am Ende sah man rundum in zufriedene Gesichter. Alle hatten den geistlich-kulinarisch-poetischen Nachmittag genossen.

 

Weihnachtliches Gedicht 

 

Nikolausabend

 

Evelyn Schütz

 

 

Heut kommt der gute Nikolaus

da stell ich meine Stiefel raus

damit der liebe Weihnachtsmann

mit Leckereien sie füllen kann

Zimtgebäck und Schokosterne

mag ich ganz besonders gerne

packt er noch süße Früchte ein

so werd von Herzen ich mich freun.

 

Dann will ich brav und artig sein

und meine Eltern hoch erfreun.

Helf der Mutter Plätzchen backen

Teig verkneten, Nüsse hacken

liebe Brüder und auch Schwestern

ohne meckern, zanken, lästern

werd mit niemandem mehr streiten

nicht einmal um Kleinigkeiten.

 

Doch kommt Niklaus mit der Rute

zieh ich traurig eine Schnute

Aufstand werde ich nicht proben

noch mehr Besserung geloben

sag ein Gedichtlein auf, ganz schnell 

dann packt er sicher auf der Stell

noch Zuckerzeug und Nüsse rein

so werd von Herzen ich mich freun.

 

11/2015

Schöne Dinge, für Sie entdeckt!

 „Ladenhüter“ der besonderen Art in Niederselters

 

 

von Evelyn Schütz

 

Beim Gang durch die Straßen unserer Dörfer und Städte gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

So fällt auf, dass es noch viele Häuser gibt, die einst mit Fensterläden versehen waren.

In geöffnetem Zustand wurden die Läden durch spezielle Haltesysteme gesichert.

Diese Vorrichtungen aus Metall gaben jedem Ladenflügel an der Hauswand seinen Halt.

Eine einfache, effiziente Mechanik, die außer dem praktischen Nutzen meist auch  zum Aussehen der Hausfront beitrug. 

Die Ausführung war vielfältig und reichte vom einfachen Haken oder schlichten Hebel über runde und eckige Formen und Figuren. Die Figurenform wurde vorwiegend an größeren Häusern verwendet. Dabei war es durchaus üblich, ein Haus mit zweierlei Ladenhalter zu versehen.  So findet man heute noch an weniger einsehbaren  Hauswänden einfache Hebel montiert, während zur Straße hin, im Blickfeld der Bürgerschaft,  die „Ladenhüter“ die Form einer Minibüste haben. Dargestellt sind dabei meist Miniaturmenschen oder auch Tierköpfe. Gut vorstellbar, dass die Figurenauswahl noch eine andere Bedeutung hatte und einen Hinweis auf  Berufsstand,  Gewerbe oder Rang des jeweiligen Hausbesitzers geben sollte.

Da die meisten Fensterläden verschwunden sind, haben die Ladenhalter ihre einstige Funktion verloren und dienen heute allenfalls zur Zierde oder nostalgischem Flair.  

 

In Niederselters  gibt es noch viele schöne Exemplare zu entdecken.  Sowohl im alten Ortskern, als auch an Gebäuden der Hauptstraßen wird man fündig.

Einige sind im Original erhalten, andere wurden  im Zuge von Renovierungen der alten Gebäude einfach überstrichen oder auch durch neue Nachbildungen ersetzt. Sie alle sind einen "Hingucker" wert.

 

Zum größten Teil handelt es sich um Abbildungen von Soldaten oder anderen Helmträgern.

Vereinzelt sind aber auch Darstellungen von Frauenbüsten oder Kaufleute vorhanden.

Auf den ersten Blick sehen zumindest die Helmträger gleich aus, doch es lohnt sich, einmal genauer hinzusehen. Beim zweiten Blick wird deutlich, mit welcher Detailfreude die kleinen Figuren seinerzeit hergestellt wurden.  Durch minimale Änderungen der Gesichter oder des Kopfputzes hat jedes Haus  andere, individuelle Ladenhüter.

 

Ein Kuriosum am Rande: Am ehemaligen Postgebäude gegenüber vom Rathaus, schauen alle Figuren wie üblich zur Straße hin, nur eine kehrt ihr den Rücken zu und muss mit der Nase den Ladenflügel halten.